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von Oliver Krol

Marder auf dem Dachboden: Was ist zu tun?

Nur bei wenigen Tieren trügt der vermeintliche Niedlichkeitsschein so stark wie bei Mardern. Die anpassungsfähigen Wildtiere sehen zwar harmlos, irgendwie süß und nach Haustierpotenzial aus, sind aber letztlich ziemlich nervige und zerstörungswütige Hausrat-Terroristen. Vor allem, wenn Marder auf dem Dachboden ihr Unwesen treiben.

Denn die Einzelgänger mögen zwar scheu sein und eigentlich bevorzugt in freier Wildbahn leben, sie fühlen sich aber mittlerweile selbst in Großstädten pudelwohl und sind auf den Geschmack eines luxuriösen Wohnumfelds gekommen. Marder bewohnen bis zu 5 verschiedene Areale in ihrem Revier gleichzeitig. Blöd, wenn dein Dachboden mit ins Marder-Immobilienexposé genommen wurde.

Was also tun, wenn du feststellst, dass ein Marder deinen Dachstuhl zu seinem neuen Zuhause erkoren hat? Wir zeigen dir in diesem Artikel, wie du den ungebetenen Besuch möglichst schnell wieder ausquartierst.

Marder sitzt auf einer Diele auf dem Dachboden

Marder auf dem Dachboden? Was nun?

Stell dir vor, du liegst in deinem Bett, umhüllt von der Stille der Nacht und plötzlich durchbricht ein unheimliches Geräusch die nächtliche Ruhe – ein Kratzen, ein Scharren, das sich direkt über deinem Kopf zu befinden scheint. Ein persönliches Hausgespenst? Eher unwahrscheinlich. Deutlich realistischer ist, dass sich ein Marder auf deinem Dachboden eingenistet hat.

Jetzt gilt erst einmal: Ruhe bewahren und angemessen auf den ungebetenen Besuch reagieren. Denn diese Situation erfordert entschlossenes Handeln – Marder sind nicht nur laut, sondern können erhebliche Schäden an deinem Eigentum anrichten.

Überlegt planen

Zunächst ist es wichtig, nicht in Panik zu versuchen, den unerwünschten Gast eigenhändig hinauszuwerfen. Marder fallen unter das Jagdrecht und ihr Fang oder ihre Vertreibung muss gesetzeskonform und tierfreundlich erfolgen.

Inspektion und Zugangssicherung

Die erste Maßnahme ist die Inspektion. Versuche herauszufinden, durch welche Öffnungen der Marder eindringen konnte. Die Identifizierung und anschließende Sicherung dieser Zugangspunkte ist entscheidend, um eine dauerhafte Lösung zu gewährleisten.

Hinweise liefert dir dabei beispielsweise Marderkot. Wenn du ihn erkennst, hast du Anhaltspunkte, wo er seinen Weg in dein Haus gefunden hat.

Dieser Weg kann tatsächlich enorm klein sein – wenn ein Marder auf deinen Dachboden will, schafft er es meist auch. Er braucht nur eine Öffnung in Daumengröße, um sich Zugang zu verschaffen. Typischerweise nutzt er drei bis vier unterschiedliche Ein- und Ausgänge. Er besitzt die Fähigkeit, Dachziegel anzuheben und zu versetzen und kratzt sich selbst durch Holz und Beton.

Vertreibungsmethoden

Es gibt mehrere tiergerechte Methoden, um den Marder zu ermutigen, seinen aktuellen Aufenthaltsort aufzugeben. Wichtig ist, dass diese Maßnahmen konsequent und über einen längeren Zeitraum angewendet werden.

Du kannst zwar selbst einige Maßnahmen ergreifen (dazu später mehr), aber am effizientesten ist immer die professionelle Mardervertreibung durch einen zertifizierten Schädlingsbekämpfer.

Prävention ist der Schlüssel

Nachdem der Marder deinen Dachboden verlassen hat, solltest du potenzielle Zugänge dauerhaft versiegeln und regelmäßig auf neue Schwachstellen prüfen. Die Umgebung deines Hauses spielt ebenfalls eine Rolle in einer Präventionsstrategie.

Übersicht: Maßnahmen gegen Marder auf dem Dachboden

Maßnahme Beschreibung Dauer der Anwendung
Inspektion: Identifizierung von Zugangspunkten und deren Sicherung Einmalig, dann regelmäßig prüfen
Vertreibung: Einsatz von Marderschreck-Geräten oder speziellen Duftstoffen Bis zur Vertreibung, mindestens 2 Wochen
Prävention: Versiegelung von Zugängen, Beseitigung von Nahrungsquellen Dauerhaft
Professionelle Hilfe: Inanspruchnahme eines Schädlingsbekämpfers bei hartnäckigen oder riskanten Situationen Bei Bedarf

Woran erkennt man Marder auf dem Dachboden?

Marder sind nachtaktiv, dementsprechend nimmst du ihre private Zerstörungsparty vor allem in den vermeintlich ruhigen nächtlichen Stunden wahr. Ihr Kommen und Gehen in den späten Abend- und frühen Morgenstunden wird oft von charakteristischen Geräuschen begleitet – ein Scharren, Kratzen oder sogar Poltern.

Doch es gibt noch weitere, weniger offensichtliche Indizien, die auf die Anwesenheit dieser raffinierten Plagegeister hindeuten.

Spuren und Hinterlassenschaften

Marder hinterlassen Spuren ihrer Anwesenheit. Kot und Urin, häufig in Ecken oder entlang der Laufwege des Marders, sind unverkennbare Hinweise. Der Kot ist dunkel, länglich und enthält oft Reste von Beeren, Federn oder Haaren. Diese Hinterlassenschaften können nicht nur unangenehme Gerüche verursachen, sondern tatsächlich zur Verbreitung von Krankheiten beitragen.

Beschädigungen und Verluste

Von angeknabberten Kabeln über zerstörte Isolierungen bis hin zu beschädigten Dachziegeln – die Zeichen von Marderschäden sind vielfältig. Diese Tiere haben starke Zähne und Krallen, die sie nutzen, um Materialien zu durchtrennen oder sich Zugang zu verschaffen. Solche Schäden können weitreichende Folgen haben, von Stromausfällen bis hin zu Wasserlecks.

Sichtungen

Obwohl Marder scheu und nachtaktiv sind, kannst du sie gelegentlich durchaus bei Dämmerung oder im Morgengrauen erspähen. Dafür musst du dich nicht zwangsläufig auf die nächtliche Lauer legen – in vielen Fällen kann dir eine Wildkamera helfen.

Welche Schäden können Marder im Haus verursachen?

Die vom Marderbesuch ausgehende Geräuschkulisse ist zwar enorm nervtötend, letztlich aber vor allem ein Komfortproblem. Viel schwerer wiegt die potenzielle Zerstörungswut der kleinen Beißprofis – können sie ungestört zuschlagen, ist kein Kabel vor ihrem starken Gebiss sicher.

Ein Marder, der sich einmal auf dem Dachboden oder in anderen Teilen eines Hauses eingenistet hat, kann eine Spur der Verwüstung hinterlassen, die nicht nur kostspielig zu reparieren ist, sondern auch die Sicherheit deines Zuhauses beeinträchtigen kann:

  • Isolationsmaterialien: Marder haben die Angewohnheit, Isoliermaterialien wie Glaswolle zu zerreißen und zu zerstören, was zu einem Verlust der Wärmedämmung und erhöhten Heizkosten führt.
  • Elektrische Kabel und Leitungen: Sie knabbern gerne an Kabeln, was zu Kurzschlüssen, Ausfällen der Elektrik und im schlimmsten Fall zu Bränden führen kann.
  • Wasserrohre und Dachmaterialien: Ihre scharfen Zähne und Krallen ermöglichen es ihnen, Dachziegel anzuheben, Bleche umzubiegen und sogar Wasserleitungen zu beschädigen, was kostspielige Wasserschäden verursachen kann.
  • Verunreinigung durch Kot und Urin: Die Hinterlassenschaften von Mardern können zu unangenehmen Gerüchen führen und stellen ein potenzielles Gesundheitsrisiko dar.
  • Anziehen weiterer Schädlinge: Die Überreste von Nahrungsresten und der Marderkot können andere Schädlinge wie Ratten und Insekten anziehen, was zu einem noch größeren Schädlingsproblem führt.

Was kann man selbst gegen Marder tun?

Selbst ist der Marder-Kämpfer? Gilt bei den nervigen Besuchern nur eingeschränkt. Denn die Tiere agieren nicht nur raffiniert und versteckt, wodurch sie sich nur schwer erwischen lassen, sondern dürfen zudem nicht von jedem einfach so bekämpft werden. Wahllos selbst Maßnahmen zur Vertreibung der Marder auf dem Dachboden einzusetzen, kann dich also schnell auf juristische Abwege führen.

Einige Dinge kannst du dennoch selbst tun:

  • Marderschreck-Mittel einsetzen: Es gibt verschiedene Produkte auf dem Markt, die speziell dafür entwickelt wurden, Marder abzuwehren. Dazu gehören Ultraschallgeräte, die hochfrequente Töne aussenden und spezielle Repellents, die unangenehme Gerüche verströmen.

 

  • Licht als Abschreckung nutzen: Da Marder nachtaktiv sind und Dunkelheit bevorzugen, kann die Installation einer Außenbeleuchtung mit Bewegungsmeldern sie davon abhalten, sich deinem Haus zu nähern.
  • Haus und Garten aufräumen: Kein Chaos – keine Marder. Sie werden von Orten angezogen, die ihnen Unterschlupf und Nahrung bieten. Indem du deinen Garten aufräumst und keine Nahrungsreste oder Abfälle offen liegen lässt, reduzierst du die Anziehungskraft deiner vier Wände.

 

  • Natürliche Feinde nachahmen: Marder verstecken sich zwar äußerst geschickt, die Kunst der Täuschung kannst du aber auch selbst für dich nutzen. Die Anbringung von Attrappen, die natürliche Feinde wie Eulen oder Falken darstellen, kann eine effektive Abschreckung sein.

Warum es sich bei Mardern lohnt, auf Experten zu setzen!

Wolf im Schafspelz? Marder im niedlichen Haustür-Kostüm würde es ähnlich gut treffen. Sie sehen zwar harmlos aus, aber ihr Besuch stellt dich vor eine Reihe komplexer Herausforderungen. Obwohl es verlockend sein mag, das Problem selbst in die Hand zu nehmen, zeigt die Erfahrung, dass die Inanspruchnahme professioneller Hilfe nicht nur Zeit und Mühe spart, sondern langfristig die effektivste Lösung darstellt.

Warum? Darum:

Fachexpertise:

Experten wie McKill verfügen über das notwendige Wissen, um Marder auf dem Dachboden effizient zu vertreiben. Sie kennen das Verhalten dieser Tiere genau und wissen, welche Methoden am wirksamsten sind.

Umfassende Lösungen:

Profis bieten nicht nur kurzfristige Lösungen, sondern helfen, dein Haus langfristig marderfrei zu halten. Sie beraten dich hinsichtlich Präventionsmaßnahmen und sichern potenzielle Eintrittspunkte, um zukünftigen Befall zu verhindern.

Effektive Methoden:

Professionelle Dienstleister nutzen fortschrittliche Technologien, die für dich selbst oft nicht zugänglich sind. Ihre Ausrüstung ermöglicht es Ihnen, Marder schnell zu lokalisieren und zu entfernen, ohne dabei das Tier oder die Umwelt zu schädigen.

Zeit- und Kosteneffizienz:

Obwohl die Beauftragung eines Experten zunächst mit Kosten verbunden ist, kann sie langfristig günstiger sein als der Versuch, das Problem selbst zu lösen. Unzureichende Maßnahmen können zu wiederkehrendem Befall führen.

Professionelle Schädlingsbekämpfer wie McKill wissen, dass Marder auf dem Dachboden eine besondere Herausforderung sind. Sie sind geschickt und anpassungsfähig – doch sie sind definitiv kein Endgegner für unsere umfangreiche Erfahrung in der Schädlingsbekämpfung.

Du hast mehr ungebetenen Besuch als nur Marder auf dem Dachboden? Unser Team steht bereit. Egal, ob es darum geht, eine Wespenkolonie aus deinem Garten zu entfernen oder Ameisen, die sich in deinem Keller eingenistet haben – unsere Experten beraten dich gerne.

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